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CaNo Solutions
Glasfaser-Spleißkassette mit farbigen Lichtwellenleitern in Nahaufnahme

// Glasfaser · Gewerbe & Industrie

Glasfaserverkabelung für Gewerbe und Industrie

Zwischen Etagen, Gebäuden und Standorten: Wir planen die Strecke, ziehen und spleißen sie selbst und messen jede Faser vor der Übergabe.

// Wann Glasfaser

Nicht schneller — sondern dort, wo Kupfer nicht hinkommt

Am Arbeitsplatz bleibt Kupfer die praktische Lösung: Es versorgt Telefone und Zugangspunkte gleich mit Strom und ist schnell aufgelegt. Interessant wird Glasfaser dort, wo die Kupferstrecke an ihre Längengrenze stößt, wo zwei Gebäude verbunden werden sollen oder wo elektrische Störungen im Weg sind.

Dazu kommt die Frage der Haltbarkeit. Eine gezogene Faser bleibt gleich, wenn die Technik an den Enden schneller wird — der Ausbau findet dann im Schrank statt in der Trasse statt. Das ist der eigentliche Grund, warum Steigleitungen und Verbindungen zwischen Verteilern meistens in Glas ausgeführt werden.

Wir bauen Glasfaser als Teil der Gesamtverkabelung, nicht als Sonderprojekt: dieselben Trassen, dieselbe Kennzeichnung, dasselbe Übergabeprotokoll wie auf der Kupferseite — nur mit anderer Messtechnik.

Technikerin spleißt Glasfaserkabel mit einem Spleißgerät

// Was den Unterschied macht

Eine Glasfaserstrecke entscheidet sich an ihren Enden.

Die Faser ist selten das Problem. Verluste entstehen an den Enden: bei der Spleißstelle, am Stecker, an einer zu eng gezogenen Kurve oder an einer verschmutzten Kontaktfläche. Deshalb hängt die Qualität einer Glasfaserstrecke vor allem an der Sorgfalt bei der Konfektionierung.

Ratgeber: Glasfaser oder Kupfer
Radien einhalten

Zu eng gezogene Fasern dämpfen dauerhaft — und der Fehler wandert nicht von selbst wieder weg.

Sauber spleißen

Vorkonfektionierte Pigtails im Verteiler statt Steckverbindungen mitten auf der Strecke.

Stecker pflegen

Kontaktflächen werden vor jedem Stecken gereinigt. Ein Fingerabdruck reicht für Ausfälle.

Jede Faser messen

Dämpfung und Streckenverlauf werden geprüft, auch bei den Reservefasern.

// Fasertyp

Singlemode oder Multimode?

Die Entscheidung fällt vor der ersten Trasse, denn sie bestimmt die aktive Technik an beiden Enden — und lässt sich später nur mit neuem Kabel korrigieren.

Multimode

Kurze Wege im Gebäude

  • Üblich zwischen Etagenverteilern und im Rechenzentrum
  • Aktive Technik an den Enden fällt günstiger aus
  • Reichweite begrenzt — bei hohen Datenraten deutlich stärker
  • Sinnvoll, wenn Wege kurz bleiben und der Ausbau überschaubar ist
Singlemode

Distanz und lange Nutzung

  • Erste Wahl zwischen Gebäuden, Standorten und für Steigleitungen
  • Bandbreite bleibt auch bei späterem Technikwechsel offen
  • Reichweite ist praktisch nie der begrenzende Faktor
  • Sinnvoll überall dort, wo die Trasse Jahrzehnte liegen bleiben soll

// Einsatzfälle

Wo wir Glasfaser einsetzen

Drei Situationen, in denen sich die Entscheidung praktisch immer rechnet — und die wir häufig zusammen mit der Kupferverkabelung ausführen.

Glasfaser-Backbone zwischen Etagen im Serverschrank
01 · Steigbereich

Etagen verbinden

Die Verbindung zwischen Gebäude- und Etagenverteilern trägt den gesamten Verkehr eines Stockwerks. Hier zählt Reserve: mehr Fasern als heute nötig, damit ein späterer Ausbau ohne neue Trasse auskommt.

Glasfaser-Standortanbindung zwischen zwei Gebäuden auf einem Firmengelände
02 · Gelände

Gebäude und Standorte

Halle, Verwaltung und Nebengebäude auf demselben Grundstück wachsen zu einem Netz zusammen. Glasfaser überbrückt die Distanz und trennt gleichzeitig die elektrischen Potentiale der Gebäude.

Glasfaserverkabelung im Rechenzentrum mit hoher Portdichte
03 · Rack

Rechenzentrum und Rack

Zwischen Servern, Speicher und Switches sind kurze, dichte Verbindungen gefragt. Vorkonfektionierte Strecken und geordnete Führung halten den Schrank auch bei hoher Portdichte begehbar.

// Ablauf

Von der Trasse zur gemessenen Faser

Drei Etappen. Die Arbeit steckt in der ersten und der letzten — dazwischen liegt Handwerk.

01 · Planung

Weg, Fasertyp und Enden festlegen

Wir prüfen Trasse, Leerrohre und Einführungen, legen Fasertyp und Faserzahl fest und klären, wo die Strecke auf beiden Seiten endet. Bei Wegen über fremdes Gelände gehört die Klärung der Rechte dazu.

02 · Verlegung

Ziehen, spleißen, auflegen

Das Kabel wird zugfrei eingezogen, in der Kassette aufgelegt und mit Pigtails verspleißt. Radien, Zugkräfte und Beschriftung entstehen dabei — nicht in einem zweiten Durchgang.

03 · Messung

Dämpfung und OTDR-Verlauf

Jede Faser wird gegen eine Referenz gemessen und per OTDR aufgezeichnet. Auffällige Spleißstellen werden nachgearbeitet, danach wird erneut gemessen und das Protokoll übergeben.

// Vor dem Projekt

Sechs Punkte, die vorher geklärt sein sollten

Die meisten Verzögerungen bei Glasfaserprojekten entstehen nicht an der Technik, sondern an offenen Fragen zum Weg.

  • Wo endet die Strecke genau?

    Raum, Schrank und Höheneinheit auf beiden Seiten — inklusive Platz für Kassette und Verteilerfeld.

  • Gibt es einen Weg oder muss gegraben werden?

    Vorhandenes Leerrohr, Steigschacht oder Erdarbeiten machen im Aufwand den größten Unterschied.

  • Wem gehört die Fläche dazwischen?

    Bei Wegen über fremdes Grundstück braucht es eine Vereinbarung, bevor jemand anrückt.

  • Welche Technik kommt an die Enden?

    Fasertyp und Steckerform richten sich nach den Geräten, die später darauf laufen sollen.

  • Wie viel Reserve ist vorgesehen?

    Zusätzliche Fasern und etwas Kabelüberlänge an den Enden kosten beim Bau kaum etwas.

  • Ist die Messung Bestandteil?

    Klären Sie, ob OTDR-Aufzeichnung und Dämpfungsmessung im Angebot enthalten sind.

Technikerin prüft eine Glasfaserstrecke mit einem Messgerät

// Fragen zur Glasfaser

Fasertyp, Messung und Wegerecht

Andere Frage? Zum Kontakt
01

Verlegen Sie Glasfaser auch im Privathaus?

Nein. Wir arbeiten ausschließlich für Unternehmen, Praxen und öffentliche Einrichtungen. Wer für das eigene Haus abwägt, ob Kupfer reicht oder Glasfaser sinnvoll ist, findet die Entscheidungspunkte in unserem Ratgeber — die Ausführung übernimmt dann ein Betrieb mit Privatkundengeschäft.

02

Singlemode oder Multimode — was passt zu uns?

Für kurze Wege innerhalb eines Gebäudes ist Multimode üblich, weil die aktive Technik günstiger ausfällt. Sobald Strecken zwischen Gebäuden oder über größere Distanzen laufen oder die Anlage lange halten soll, ist Singlemode die ruhigere Wahl: Es begrenzt später nicht die Bandbreite. Wir entscheiden das anhand von Distanz, geplanter Technik und Ausbauabsicht.

03

Messen Sie die Strecken selbst?

Ja. Nach dem Spleißen prüfen wir jede Faser: Einfügedämpfung gegen eine Referenz und den Streckenverlauf per OTDR. So werden auch schlechte Spleißstellen oder ein zu enger Radius sichtbar, die im reinen Durchgangstest nicht auffallen würden. Die Ergebnisse gehen ins Übergabeprotokoll.

04

Können Sie zwei Gebäude auf unserem Gelände verbinden?

Ja, das ist ein häufiger Fall. Vorher ist zu klären, ob ein Leerrohr vorhanden ist oder Erdarbeiten nötig sind, wem die Fläche dazwischen gehört und wo die Faser auf beiden Seiten endet. Glasfaser hat hier einen zweiten Vorteil: Sie überträgt keinen Potentialunterschied zwischen den Gebäuden.

05

Warum wird gespleißt statt gesteckt?

Eine Spleißverbindung mit vorkonfektioniertem Pigtail hat weniger Verlust und ist mechanisch stabiler als eine Steckverbindung im Verlauf. Gesteckt wird dort, wo rangiert werden muss — also am Verteilerfeld, nicht mitten auf der Strecke.

06

Wie viele Fasern sollten wir verlegen lassen?

Mehr als heute gebraucht werden. Die Faser selbst ist der günstigste Teil des Projekts; Trasse, Arbeitszeit und Spleißen bleiben gleich. Reservefasern kosten beim Bau wenig und ersparen später ein zweites Mal Aufgraben oder Steigschacht.

Passt dazu

Zwei Gebäude, eine Leitung — was ist nötig?

Sagen Sie uns, welche Punkte verbunden werden sollen. Wir sehen uns den Weg an und sagen, ob Leerrohr, Erdarbeiten oder eine andere Trasse die günstigere Lösung ist.